Sonntag, 13. Mai 2018

Krähwettbewerb mit Melodie

Bergische Hühner auf dem Marktplatz in Straßenhaus
Am Donnerstag, 10. Mai 2018 fand in Staßenhaus das traditionelle Wettkrähen der Bergischen Kräher statt. Ausrichter ist die Vereinigung Bergischer Hühnerrassen und deren Zwerge, Kräherzüchtervereinigung seit 1884.


Die Bergischen Hühnerrassen, zu denen die Bergischen Kräher und die Bergischen Schlotterkämme zählen, sind mit die ältesten in Deutschland gezüchteten Hühnerrassen. Heutzutage sind sie sehr selten und werden auf der roten Liste der bedrohten Nutztierrassen geführt.

Dem Krähwettbewerb stellten sich die Bergischen Kräher und Zwerg-Kräher. Hier kommt es nicht nur auf die Häufigkeit der Krährufe, sondern auch auf die Krählänge und Melodie im Krähruf an. Die „Krähperformance“ der Bergischen Kräher und Zwerg-Kräher ist sehr interessant anzuschauen. Sie bringen eindrucksvolle Krährufe von der Länge mehrerer Sekunden zustande. Die Stimmakrobaten präsentieren sich während des Krährufes in einer speziellen Körperhaltung, die eine optimale Ausnutzung ihres Stimmvolumens ermöglicht.


Aufgrund des kalt-windigen Wetters zeigten sich nicht alle angetretenen großen Kräher in gewohnter Krählaune. Der Siegerhahn von Thilo Bock belegte mit einer doch beachtlichen Ruflänge von 8,6 Sekunden und 24,5 Punkten den ersten Platz. Unser Niederbieber Züchter der Bergischen Hühner Stefan Sommer belegte mit einem seiner Hähne mit einer Krählänge von 4 Sekunden und 10,8 Punkten Platz 2 in der Kategorie Zwergkräher.

Eine Stammschau der aktuell gezüchteten Bergischen Hühnerrassen und eine Glucke mit dem entsprechenden Nachwuchs waren ebenfalls zu bewundern.

Beim anschließenden offenen Krähwettbewerb unseres Rassegeflügelzuchtvereins Niederbieber waren Hähne aller Hühnerrassen zugelassen und es wurde die Häufigkeit der Krährufe gezählt.

Die Platzierungen beim offenen Krähwettbewerb:

Große Hühner
1. Melica Höfer: 30 Krährufe in 10 Minuten
2.Till Lorenz: 21 Krährufe in 10 Minuten
3. Andrea Höh: 18 Krährufe in 10 Minuten



Zwerg- Hühner
1. Till Lorenz: 37 Krährufe in 10 Minuten
2. Markus Wertenbroich: 26 Krährufe in 10 Minuten
3. Stefan Sommer: 22 Krährufe in 10 Minuten

Glückwunsch zu euren prächtigen Hähnen.

Sonntag, 18. März 2018

Augen auf bei der Bruteiauswahl

Worauf ist zu achten? ...und was zeichnet ein gutes Brutei aus?
Um eine erfolgreiche Brut mit dem Ergebnis kräftiger vitaler Küken durchzuführen, ist neben der Einhaltung eines geeigneten Brutplans, der die passende Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wendung und Abkühlung für die jeweiligen Brutphasen beschreibt, besonders auch die Qualität der Bruteier ein sehr entscheidender Faktor. Noch lange nicht jedes Ei ist ein geeignetes Brutei.

Bereits vor dem Sammeln von Bruteiern sollten einige Dinge Beachtung finden. Sehr förderlich für die Befruchtungsrate und eine gute Legetätigkeit der Zuchthennen ist eine harmonische Zuchtgruppe. Dem anvisierten Zuchtstamm sollte daher ausreichend Zeit gegeben werden, sich zusammenzufinden. Zudem sollte die Größe des Zuchtstammes nicht zu groß gewählt werden. 3-5 Hennen sind bei den meisten Rassen eine empfehlenswerte Größenordnung.

Fütterung der Elterntiere

Auch die Fütterung der Elterntiere ist erheblich mitbestimmend für den Erfolg der Brut und die Entwicklung der Küken. Nicht selten findet dieser Aspekt zu wenig Beachtung. Insbesondere bei frühen Bruten ist auf eine ausreichende Vitaminversorgung zu achten.

Tipp: Neben dem richtig ausgewogenen Futter für die Zuchtgruppe wirken sich Rote Beete, geraspelte Möhren mit etwas Sonnenblumenöl und Buttermilch im Weichfutter beispielsweise positiv auf die Befruchtungsrate aus und sorgen für die wichtigen Inhaltsstoffe im Ei, die das Küken für eine optimale Entwicklung benötigt.

Größe und Form der Bruteier sollte geprüft werden.            Eier mit Deformierungen sind auszuschließen.

Bruteigewicht prüfen
Ein sehr wesentlicher Aspekt, der sehr einfach eingeschätzt werden kann, ist das Gewicht der Eier. zu kleine oder zu große Eier sollten zur Brut besser nicht verwendet werden.

Das ideale Bruteigewicht kann pro Rasse und Zucht deutlich variierten. Das empfohlene Bruteimindestgewicht, welches je Rasse im Rassegeflügelstandard angegeben ist, kann als Richtlinie für eine geeignete Bruteiauswahl sehr gut herangezogen werden. Die Bruteimindestgewichte sollten aus guten Gründen nicht unterschritten werden. Zu kleine Eier ergeben -wenn sie nicht bereits während der Brutphase absterben- im besten Fall kleine Küken, die bereits einen schwereren Start ins Leben haben und nicht selten schon kurz nach dem Schlupf sterben. Küken die aus „Miniatureiern“ schlüpfen und heranwachsen, erreichen meist eine geringere Körpergröße und werden als Henne mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kleine Eier legen. Man fördert somit nicht gerade die Leistungsfähigkeit seiner Zucht, wenn man zu kleine Eier zur Brut einsetzt.

Demnach könnte man schlussfolgern: je größer das Brutei desto besser. Dies ist jedoch nicht so. Zu große Eier können ebenso problematisch sein. Gerade bei Junghennen, die über die Maßen große Eier legen, ist oft im Verhältnis zum Dotter zu viel Eiweiß im Ei vorhanden. Dies hat bei der Brut zur Folge, dass das Küken vorhandenes Eiweiß nicht vollständig für die Entwicklung benötigt. Das verbleibende Eiweiß bildet dann eine gallertartige Masse, die dem Küken erhebliche Probleme beim Schlupf bereitet. Das Küken kann ersticken oder während des Schlupfvorgangs durch das eintrocknende Gallert am Ei festkleben.

Grundsätzlich ist es jedoch für die Größenentwicklung und Vitalität der Nachzuchten durchaus förderlich, mit etwas schwereren Eiern zu brüten. Einige Züchter bevorzugen unter anderem auch deshalb mit mehrjährigen Zuchthennen zu ziehen. Bei mehrjährigen Tieren verfügt man zudem bereits über zuverlässige Informationen hinsichtlich Robustheit, Legeleistung usw. und das Verhältnis von Eidotter zu Eiklar ist bei Eiern von älteren Tieren günstiger für die Entwicklung der Küken im Ei.

Stallhygiene ist auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor

Eine gute Stallhygiene ist für die Qualität von Bruteiern Gold wert! Saubere Legenester sollten immer gegeben sein, doch gerade zur Brutsaison ist dies außerordentlich wichtig. Ein Waschen der Bruteier ist unbedingt zu vermeiden, da die Schutzschicht des Eies dadurch beschädigt wird und Keime in das Ei eindringen. Zudem können auch die Poren der Eischale beim Waschen mit Schmutzpartikeln zu geschwemmt werden und der Austausch durch die Eischale kann nicht mehr richtig erfolgen. Verschmutzte Eier potenzieren zudem die Gefahr der Entwicklung schädlicher Keime im feuchtwarmen Klima des Brutgerätes und können so die Schlupfergebnisse und die gesunde Entwicklung der Küken im Ei sehr negativ beeinflussen.


Das Durchleuchten bringt es zum Vorschein: Diese Eier haben massive Defizite in der Schalenstruktur.
Ei-Form und Schwachstellen prüfen
Es macht auch Sinn, die ins Auge gefassten Bruteier vor dem Einlegen mit einer geeigneten Schierlampe zu durchleuchten, um leichte Sprünge und Unregelmäßigkeiten in der Eischale aufzudecken. Eier mit Mängeln sollten aussortiert werden, genauso wie jene die Kalkablagerungen aufweisen. Zum Einen können diese leichter brechen und zum anderen funktioniert die Feuchtigkeitsregulierung dann meist nicht optimal. Auch abnorm geformte und sehr schmale Eier sind unbedingt von der Brut auszuschließen, da sie die gesunde Entwicklung des Kükens nicht selten erheblich beeinträchtigen. Eier mit einer abnormen Luftblase sind ebenso auszusortieren. Die Luftblase eines Bruteies sollte sich an der stumpfen Seite des Eies befinden.

Die Lagerung

Grundsätzlich sind frische Eier als Bruteier zu bevorzugen, da sie nachgewiesener Maßen eine höhere Schlupfrate erwarten lassen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen ist es zu empfehlen Bruteier wenn möglich nicht länger als 10-12 Tage zu lagern. Die optimalen Lagerbedingungen für Bruteier liegen bei einer Temperatur von etwa 8 bis 15 Grad C. und einer Luftfeuchtigkeit von 75%.
Um ein Verkleben des Dotters an der Schalenhaut zu verhindern sollten die gelagerten Bruteier einmal täglich gedreht werden.

Gerade Zuchtanfänger, aber natürlich auch „alte Hasen“ sollten es sich bewusst machen: die Auswahl der Bruteier entscheidet deutlich mit über Brut- und Zuchterfolge.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Stars in der Manege

Geflügelte Stammschau in Daufenbach
Am 9.-10. Dezember präsentierte der Rassegeflügel-Zuchtverein in Niederbieber in Daufenbach ausgewählte Zuchtergebnisse der Öffenlichkeit. Dem winterlichen Wetter zum Trotz war in der Ausstellung im Gemeinschaftshaus herrliches Geflügel zu bewundern.

Da unser Verein im nächsten Jahr am 1.-2. Dezember die größere Bezirksverbandsschau von Rheinland Nassau ausrichtet, hatte man sich in diesem Jahr entschlossen eine Stammschau durchzuführen. Dies ist für Besucher besonders attraktiv, da das gezeigte Rassegeflügel immer je in einer Gruppe aus männlichen und weiblichen Tieren in Volieren ausgestellt wird.

Für die Züchter gilt es bei dieser Form der Ausstellung jedoch auch besonderes Fingerspitzengefühl und gute Beobachtungsgabe zu beweisen. Hier zählt nicht das beste Einzeltier, sondern neben der Qualität der gezeigten Tiere ein harmonisches Gesamtbild des Stammes. Die Bewertungsnote richtet sich dabei zusätzlich nach dem „schlechtesten“ Tier der Voliere.

Stars in der Manege waren in diesem Jahr die Pommerngänse gescheckt von Stefan Sommer, die rebhuhnhalsigen Italiener von Andrea Höh, die Deutschen Zwerg-Sperber von Oskar Schmidt, die Zwerg-Cochin in schwarz von Lukas Dwyer. Diese Stämme wurden sogar mit der Bestnote Vorzüglich (V97) bewertet.

Einige Impressionen






Doch auch die anderen ausgestellten Stämme konnten weitestgehend glänzen. Lediglich ein Stamm verpasste den SG-Bereich. Knapp unter der Höchstnote konnten Warzenenten in wildfarbig von Stefan Sommer, die Jersey Giants in weiß von Viktor Peters, die Bergischen Schlotterkämme in schwarz von Stefan Sommer, die Zwerg-Cochin in perlgrau von Maik Gallasch, die Zwerg-Vorwerk von Stefan Sommer, die Zwerg-Hamburger in schwarz von Dieter Weißenfels und die Elsterpurzler in rot von Antonio Pereira mit „Hervorragend“ (HV96) ausgezeichnet werden. Mit diesen qualitativ hochwertigen Tieren können unsere Züchter in eine vielversprechende neue Zuchtsaison starten.

Allen Züchtern eine herzliche Gratulation zu den erreichten Zuchtergebnissen

Dienstag, 21. November 2017

Erfolgreiche Rassegeflügelschau in Bindweide

Niederbieber gewinnt Bezirksverbandsmeisterschaft
Am 4.-5. November fand in der Bushalle in Steinebach die diesjährige Bezirksverbandsschau Rheinland-Nassau statt. Die Schau bot mit 350 Tieren aus allen Sparten einen vielfältigen Einblick in die Welt des Rassegeflügels und begeisterte die vielen Besucher.

 Insbesondere auch unsere Züchter haben sehr hochwertiges Geflügel gezeigt.
Pommernganter, graugescheckt von Stefan Sommer
Italiener, rebhuhnhalsig von Andrea Höh

Traditionell treten die Vereine des Bezirksverbandes zur Bezirksverbandsschau in den Wettstreit um die Bezirksmeisterschaft. Die 30 besten Ausstellungstiere pro Verein gehen hier in die Wertung.

Mit grandiosen 2870 Punkten erreichten unsere Züchter vom RGZV Niederbieber den 1. Platz und erkämpften für uns den Titel Vereinsmeister des Bezirksverbandes Rheinland-Nassau.

Doch auch in den Einzelwertungen zeigten sich unsere Züchter sehr erfolgreich, unser Bezirksverbandsvorsitzender Maik Gallasch mitten unter ihnen. Er präsentierte nicht nur seine wunderbaren Zwerg-Cochin, sondern gab der Preisverleihung auch einen würdigen Einstieg mit seiner anschaulichen Rede zur Rassegeflügelzucht.

Unsere erfolgreiche Zwerg-Wyandotten-Combo Torsten Peil, Stefan Sommer und Dieter Weißenfels








Im nächsten Jahr richten wir die Bezirksverbandsschau aus. Hier gilt es dann den Meisterpokal erfolgreich zu verteidigen.

Montag, 30. Oktober 2017

Exquisit in Form und Farbe

Dieters Zwerg-Wyandotten an der Spitze
Am vergangenen Wochenende fand in St. Katharinen die Lokalschau des befreundeten Rassegeflügelzuchtvereins RGZV Bad Honnef statt. Einige unserer Züchter waren der freundlichen Einladung dort einige Tiere auszustellen gefolgt. Die kleine, sehr schön dekorierte Rassegeflügelschau mit ca. 100 Tieren präsentierte das gezeigte Geflügel vorbildlich. Da macht es Freude seine Tiere den interessierten Schaubesuchern zu zeigen und über Rassegeflügel und -Zucht zu informieren.



Unser Dieter Weißenfels stellte das beste Tier der Schau und wurde für seine exquisite V97 Zwerg-Wyandotten-Henne mit der Landesverbandsmedaille ausgezeichnet.

Seine Tiere in gelb-blau columbia überzeugten in Form und Farbe. Die blau columbia-Farbvarianten sind in der Zucht recht anspruchsvoll und auch der geforderte Anstieg und ein schönes Volumen in der Schwanzpartie muss unter anderem für eine hohe Bewertung passen. Eine echte Augenweide wie sich die feinen Formentiere dem Publikum präsentierten.





Wir sind stolz auf unseren Zuchtfreund und seine Zwerg-Wyandotten in gelb-blau columbia.

Aus den Zuchten von Niederbieber Züchtern waren außerdem Pommerngänse, Deutsche Sperber, Bergische Schlotterkämme, La Flèche, Zwerg-Cochin, Zwerg-Vorwerkhühner Zwerg Hamburger und Nürnberger Lerchen in der Schau ausgestellt.

Die kleine Lokalschau konnte sehr hochwertiges Rassegeflügel zeigen. So haben auch unsere Züchter mit sehr feinen Kollektionen ihrer diesjährigen Zuchtergebnisse kräftig dazu beigetragen.



Die Niederbieber Züchter konnten insgesamt mit 1x V, 7x HV96, 10x SG95 und 15x SG94 punkten und wurden mit zahlreichen Preisen belohnt.



Herzlichen Glückwunsch zu eurem herrlichen Geflügel.

Freitag, 27. Oktober 2017

Erfolgreich in Hannover

Meistertitel für Züchter der Bergischen Schlotterkämme
Am 21.-22. Oktober fand in Hannover die Deutsche Junggeflügelschau mit angeschlossener VHGW-Schau statt. Vom RGZV Niederbieber waren Stefan Sommer und Andrea Höh als Aussteller mit dabei.


Die Tiere von Stefan Sommer überzeugten gleich in mehreren Kategorien und konnten sehr hohe Noten und Preise erringen. Stefan Sommers Tophenne der Deutschen Sperber erhielt die Bestnote V und ein MB. Eine vorzügliche Henne in allen typischen Rassemerkmalen.
 


Sein Stamm der Bergischen Schlotterkämme erzielte die Bewertung HV96 und wurde mit dem Bundesleistungspreis des BDRG ausgezeichnet. Der hochwertige Stamm zeigte sehr viel Grünglanz, auffällig feine schlotternde Hennenköpfe und hinterließ beim Betrachter einen begeisternden Gesamteindruck.



Für die Zucht der hochfeinen Rassevertreter der Bergischen Schlotterkämme erhielt Stefan Sommer auch in der Kategorie der Einzelwertungen Höchstnoten sowie zahlreiche Preisauszeichnungen wie  das Blaue Band - den höchsten Preis der Schau- und das VHGW-Ehrenband.

Mit seiner Kollektion der Bergischen Schlotterkämme in Schwarz wurde Stefan Sommer verdient Deutscher Meister. Mit 385 Punkten setzte er sich gegen seinen Mitstreiter Ulrich Krüger durch, der ebenfalls mit äußerst hochwertigen Tieren vertreten war.

Eine verdiente Anerkennung & Auszeichnung für unseren Zuchtfreund Stefan Sommer, der sich insbesondere für den Erhalt und die qualitative Entwicklung der Zucht Bergischer Schlotterkämme sehr engagiert.







Herzliche Gratulation zu deinen Zuchterfolgen Stefan